Essen in Bangkok der Hauptstadt von Thailand

Eine Landesküche hat in wenigen Jahrzehnten die gesamte westliche Welt erobert

Sowohl die traditionelle als auch die modern inspirierte thailändische Küche genießen aufgrund ihrer gekonnten und kreativen Zubereitung sowie der stets frischen Zutaten nicht nur unter den Thais sowie in ganz Asien, sondern mittlerweile auch weltweit große Wertschätzung unter Köchen und Konsumenten.

garkücheKurze Garzeiten zwecks Erhalt gesunder Vitamine sowie anderer Nähr- und Ballaststoffe, der fein abgestimmte Einsatz verschiedenster Gewürze und Kräuter wie vorrangig Chili, Ingwer, Galgantawurzel, Zitronengras, Knoblauch, Koriander, Dill, Basilikum, Limettenblättern, Tamarinde und der allgegenwärtigen sehr salzigen und intensiven Fischsoße „Nam Pla“ verleihen der Thaiküche ganz gleich ob aus teurem Restaurant oder einer der günstigen Garküchen eine komplexe, jedoch stets harmonische Schmackhaftigkeit.

Experten und Beobachter wie der bekannte australische Koch und Kulinarikkritiker David Thompson vergleichen dabei die typisch thailändische Küche mit einem vielschichtigen musikalischen Akkord, in welchem gerade die einzelnen Gegensätze zusammengenommen einen anspruchsvollen und zueinanderpassenden Genuss ausmachen.

Mit dem beispiellosen Aufschwung des Tourismus in Thailand seit dem Ende der 1960er Jahre hat auch die Küche des Landes einen internationalen Triumphzug angetreten, um die nationalen Kochkünste weiterhin global zu popularisieren, existieren seit einigen Jahren sogar staatlich finanzierte Werbekampagnen wie „Kitchen of the World“ und das zertifizierte Exportprogramm „Thai Select“.

Erlesene Geschmäcker sind wie Töne, Klänge und kunstvolle Kompositionen

Dabei weist die Thaiküche hinsichtlich ihrer Variationsbreite zum Teil erstaunliche regionale Unterschiede auf, so verkaufen die Garküchen und Strassenküchen im Norden häufig den dort bevorzugten Klebereis, stark gewürztes Schweinefleisch, Chili-Pasten, blanchiertes Gemüse, diverse Nudelgerichte, sauer eingelegten Kohl, Schalotten-Scheiben und Limonen. Im Nordosten und Isaan nahe Laos und Kambodscha dominieren dahin gegen gegrilltes Huhn, Salate aus grünen Papaya oder aus gehacktem Schwein, Huhn oder Fisch, Limonensaft, Fischsoße, Chili, frischen Minze-Blättern und geröstetem Reis.

restaurantIm Süden an der Grenze zum mehrheitlichen muslimischen Malaysia kommen im Restaurant oft die dünnen chinesischen Reisnudeln samt scharfer Fisch-„Curry“-Sauce oder auch Reis mit Huhn und Gewürznelken, Zimt, Kurkuma-Wurzeln, Hühnerbrühe sowie eingelegten Gurkenscheiben auf den Tisch.

Fische und Meeresfrüchte natürlich ebenso, eine lokale Delikatesse ist etwa Fischmagen mit grünen Bohnen, sauer eingelegtem Bambus und Kartoffeln, beliebt sind hier auch die mit verschiedenen scharfen oder süßen Füllungen versehenen Fladenbrote „Roti“.

Alle diese Speisen wie auch die im Zentrum von Thailand außerordentlich beliebten Wok-Gerichte mit Kokosmilch und Gewürzen (Currys), Hühnersuppen mit Kokosmilch sowie die scharf-sauren Yam-Salate sind natürlich nicht nur in den einzelnen Provinzen und Landstrichen, sondern auch in der riesigen Hauptstadt Bangkok mit ihren Thais aus allen vier Himmelsrichtungen erhältlich.

Essen und Trinken in Bangkok

Wie sonst vielleicht nur noch die zahlreichen Tempel prägen Garküchen und Strassenküchen die Viertel und Bezirke der Hauptstadt mit ihren aktuell gut 14,5 Millionen Einwohnern in der gesamten Metropolenregion. Ob vor oder in einem der zahllosen Shopping Center, auf der Rattanakosin-Insel im historischen Herzen der Stadt, an den Ufern des Flusses Chao Phraya, in den ungemein umtriebigen Innenstadtbezirken Phra Nakhon, Samphanthawong und Bang Rak, in den Rotlichtgegenden Nana Plaza und Soi Cowboy sowie speziell in den für ihre Imbisse und Kleinküchen bekannten Hauptverkehr- und Handelsadern Thanon Sukhumvit und Thanon Charoen Krung bleibt man als Gast im Urlaub und auf Reisen nicht lange hungrig.

mangosMeist ein wenig kostspieliger, aber dafür auch mit größerer Auswahl als die Küchen direkt an der Straße locken die oft im Erdgeschoss eines Kaufhauses oder Shopping Center untergebrachten sog. Food Courts oder Food Center, in denen es zumeist an jedem Stand eine andere Spezialität zu erwerben gibt. Als ein häufig gelobter gastronomischer Höhepunkt werden Besuche eines der malerisch am oben genannten Strom Chao Phraya gelegenen Gasthäuser genannt, dort reiht sich teilweise ein Restaurant an das nächste Etablissement.

Auf dem Wasser besteht übrigens auch die Möglichkeit, an einem der ca. zwei- bis dreistündigen „Dinner Cruises“ auf einem der Restaurantschiffe teilzunehmen, wer lieber stationär statt schaukelnd speist, kann dies hervorragend in den großen Hotels der Stadt tun, die ihre meist recht günstigen „All-You-Can-Eat“-Angebote in Tageszeitungen sowie online ausgiebig bewerben. Und auch wer sich einmal an bislang aus Europa eher unbekannten Nahrungsmitteln versuchen möchte, ist in Bangkok an der richtigen Adresse, gilt die Stadt doch als eines der weltweit wichtigsten Zentren des Verkaufs von für den Verzehr gedachten Insekten wie etwa Schaben, Spinnen, Wasserkäfer und Riesenwanzen.

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