Muay Thai Boxen

Altehrwürdiger und heiß geliebter Kampfsport mit Händen, Füßen und Köpfchen

Was Fußball seit etwa Ende des 19. Jahrhunderts für Europa und Südamerika ist, bedeutet bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts der traditionelle Kampfsport Thai Boxen (Muay Thai) für Thailand. Basierend auf den ursprünglich rein militärischen und regional unterschiedlichen, jedoch stets unbewaffneten Kampf- und Verteidigungstechniken wie Muay Jerng, Muay Korat und Muay Chaiya entwickelte sich dieser fast den gesamten Körper nutzende Boxstil über die Jahrhunderte zum großen und bis heute ungemein populären Zuschauerspektakel mit vielen hoch verehrten Sportlern.

muay thaiDie Begeisterung der meisten Thais für diesen spezifischen Boxkampf kennt fast keine Grenzen, Jung und Alt versuchen sich selber als Boxer oder bewundern diese schier maßlos als Vorbilder, Helden und Idole. Muay Thai Wettkämpfe in der Hauptstadt Bangkok wie in ganz Thailand gleichen großen Volksfesten, bei denen es auch meist um erhebliche Wetteinsätze geht.

Viele einschlägig interessierte Urlauber und Touristen besuchen die häufigen und lautstark beworbenen Veranstaltungen im Rahmen ihrer Reisen, zwei der diesbezüglich bekanntesten Bangkoker Pilgerstätten sind das Ratchadamnoen Stadium im zentralen Bezirk Pom Prap Sattru Phai sowie das Lumpini Boxing Stadium im Bezirk Bang Khen im Norden der Stadt.

Beide Treffpunkte für einheimische wie ausländische Freunde der Kampfkunst1-3 sind per Taxi, mit dem Sky Train oder auch per Bus recht bequem und schnell zu erreichen.

Ein seit 1945 berühmter Tempel des Muay Thai in der Hauptstadt: Das Ratchadamnoen Stadium

Ursprünglich eine Freilichtarena im Stil eines römischen Runds, bekam das in den Jahren 1941 bis 1945 auf Geheiß des damaligen Premierministers erbaute Stadion im Jahr 1951 ein zusätzliches Betondach verpasst. Kurze Zeit später begann seine Karriere zu einem der nicht nur landesweit, sondern auch international bekanntesten Tempel für erstklassiges Thai Boxen und die Kampfkunst1-3. Unvergessen bleibt der Auftritt Rocky Marcianos im Jahr 1969, als dieser den Titelkampf zwischen Raksak Wayupuk und Saknoi Sor Kosum als Hilfsschiedsrichter betreute, seit dieser Zeit ist der letzte Kampf des Abends stets einer auf internationalem Level.

thai boxenDas von der thailändischen Boxkommission offiziell lizensierte Stadion wird vom „Chuwattana Muay Thai & Boxing Camp“ promotet, nationale und internationale Boxer und Legenden des Sports wie Kozo Takeda, Toshio Fujiwara, Kaoklai Kaennorsing, Apidej Sit Hrun, Saiyok Pumpanmuang, Malaipet, Jean-Charles Skarbowsky und Yok Galaxy traten dort in den vergangenen Jahrzehnten bereits auf.

Die Kämpfe starten in der Regel montags, mittwochs, donnerstags und samstags gegen 18.30 Uhr, die Eintrittspreise liegen je nach Platzierung zwischen 500 (dritter Rang) und 2000 Baht (direkt am Ring).

Die Wetten werden per Handzeichen auf der zweiten Tribüne abgeschlossen, das Aufsichtspersonal wird von der thailändischen Militärpolizei gestellt, womit die Sicherheit für anwesende Thais, Boxer wie auch Besucher auf Reisen oder im Urlaub eindeutig gewährleistet wird.

Hier sind Muy Thai verrückte Thais aus dem ganzen Land: Das Lumpini Boxing Stadium

Gut zehn Jahre später eröffnete das bis heute von der Armee im Auftrag der Regierung betriebene „Lumpinee Boxing Stadium“ 1956 seine Pforten für Fans und Aficionados in Sachen Thai Boxen, seither befindet es sich im stetigen Prestigekampf mit dem gerade weiter oben skizzierten „älteren Bruder“ Ratchadamnoen.

muay thai bangkokDas berühmte Symbol des modernen Muay Thai fasst gut 9500 Zuschauer, die Kämpfe finden jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ab 18.00 Uhr statt, die Eintrittskarten kosten zwischen 200 und 2000 Baht. 11 verschiedene Promoter vertreten die Kämpfer, welche mindestens über 45,4 Kg wiegen und älter als 15 Jahre sein müssen, der Gewichtsunterschied der Kontrahenten darf nicht mehr als 2,3 Kg betragen.

Als ewiger Star der Arena gilt der ungeschlagene ehemalige Champion Dieselnoi Chor Thanasukarn, der Anfang der 1980er Jahre den Leichtgewichtstitel über vier Jahre hielt und nur aufgrund mangelnder Herausforderer seine Karriere beendete. Darüber hinaus kämpften und kämpfen viele weitere großen Namen im „Wembley“ oder „Maracanã“ des Thai Boxens.

So zum Beispiel Samart Payakaroon, Buakaw Por. Pramuk, Anuwat Kaewsamrit, Youssop Sor. Thanikul, Coban Lookchaomaesaitong, Saiyok Pumpanmuang, Orono Wor Petchpun und Phet-tho Sidjaopho. Als einzige Ausländer einen Titel in der Kampfkunst1-3 vor Ort erringen konnten lediglich der Französisch-Marrokaner Morad Sari und der französische Kämpfer Damien Alamos.

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